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Coffee Vending Machine, welcher Kaffeeautomat mit Bezahlfunktion zu Ihrem Betrieb passt

Coffee Vending Machine, welcher Kaffeeautomat mit Bezahlfunktion zu Ihrem Betrieb passt
Inhalt

Eine Coffee Vending Machine ist ein Heißgetränkeautomat, der Kaffee, Kakao und Tee frisch zubereitet, in einen Becher füllt und nur nach Bezahlung ausgibt. Anders als ein Kaffeevollautomat in der Teeküche rechnet sie jede Tasse einzeln ab, per Münze, Karte, Smartphone oder Mitarbeiterausweis. Damit eignet sie sich für Pausenräume, Flure, Wartebereiche und Standorte mit wechselndem Publikum. Dieser Ratgeber zeigt, welche Bauformen es gibt, worin sie sich unterscheiden und welche Lösung für Ihren Betrieb passt.

Das Wichtigste in Kürze

Was eine Coffee Vending Machine ist

Der englische Begriff steht für einen Kaffeeautomaten mit Verkaufsfunktion. Im deutschen Fachhandel heißt das Gerät Heißgetränkeautomat oder Kaffee-Verkaufsautomat. Er besteht aus Wasserbereitung, Mahlwerk oder Pulverbehältern, Brüheinheit, Becherspender, Bedienfeld und Bezahlsystem. Der Kunde wählt ein Getränk, bezahlt, und der Automat stellt einen Becher bereit und füllt ihn.

Eine Coffee Vending Machine gehört zur Familie der Warenautomaten, auch wenn sie keine fertigen Produkte ausgibt. Einen Überblick über alle Automatentypen bietet der Ratgeber Warenautomaten Arten, die Geräteseite Heißgetränkeautomat für Unternehmen zeigt Ausstattung und Einsatzbereiche.

Coffee Vending Machine oder Kaffeevollautomat

Beide Geräte brühen Kaffee aus Bohnen oder Pulver, verfolgen aber unterschiedliche Ziele. Der Kaffeevollautomat versorgt ein bekanntes Team mit Tassen, die der Betrieb bezahlt. Die Coffee Vending Machine verkauft einzelne Getränke an Mitarbeitende, Gäste oder Kunden.

KriteriumCoffee Vending MachineKaffeevollautomat im Büro
Abrechnungje Getränk per Münze, Karte oder Ausweispauschal durch den Betrieb
GefäßBecher aus dem Becherspender, teils eigene TasseTasse oder Glas
Zugangöffentlich oder halböffentlichTeam in der Teeküche
SortimentKaffee, Kakao, Tee, Instant oder Bohnemeist Bohne und Milch
BauformTischgerät, Standgerät, OutdoorTischgerät
Typischer OrtFlur, Pausenraum, Wartebereich, AußenbereichTeeküche, Besprechungsraum

Wenn Ihr Betrieb Kaffee kostenlos stellt und keine Abrechnung braucht, ist ein Vollautomat meist günstiger. Sobald Gäste, Schichtpersonal fremder Firmen oder Kunden bedient werden oder Mitarbeitende selbst zahlen sollen, spricht vieles für einen Verkaufsautomaten.

Mini Kaffee-Verkaufsautomat als Tischgerät

Für kleine Standorte gibt es kompakte Tischgeräte mit Becherausgabe und Bezahlfunktion. Der Evoca Brio Up ist laut Datenblatt 760 Millimeter hoch, 540 Millimeter breit und 605 Millimeter tief, wiegt rund 65 Kilogramm und fasst 300 Becher. Er bietet bis zu 60 Rezepte, darunter Espresso, Cappuccino und Tee, und ist für Münzprüfer und bargeldlose Systeme vorbereitet. Die Leistungsaufnahme liegt laut Hersteller bei 1.300 Watt.

Sielaff bietet mit dem SiVend HG 15 TT ebenfalls ein Tischgerät, das auf einen optionalen Unterschrank gestellt werden kann. Solche Geräte passen in Praxen, kleine Büros, Autohäuser und Empfangsbereiche. Weitere kompakte Lösungen beschreibt der Ratgeber kleiner Snackautomat und kompakte Verkaufsautomaten.

Standgeräte für Pausenraum und Flur

Wo viele Getränke am Tag verkauft werden, sind Standgeräte üblich. Die Sielaff SiVend HG Standgeräte messen laut Broschüre 1.830 mal 700 mal 770 Millimeter, arbeiten mit 3 Kilowatt oder optional 2,2 Kilowatt und sind als Instant-Variante oder mit Bohnenbehälter und Frischbrühsystem erhältlich. Der italienische Hersteller FAS nennt für seine Modelle Bechermagazine für 500 bis 780 Becher und Schnittstellen für MDB, Executive und BDV.

Standgeräte bieten größere Vorräte, mehr Getränke und oft einen Touchscreen. Sie eignen sich für Produktion, Logistik, Kliniken, Hochschulen und Verwaltung mit mehreren Dutzend Nutzern pro Tag. Ergänzt um einen Snack- oder Kaltgetränkeautomaten entsteht eine kleine Automatenstation, wie sie der Ratgeber Snack- und Getränkeautomat beschreibt.

Bohne oder Instant, Becher oder eigene Tasse

Bohnenkaffee oder Instantpulver

Geräte mit Mahlwerk und Brüheinheit liefern frisch gebrühten Kaffee und Espressospezialitäten. Instantgeräte lösen Pulver mit Mixertechnik auf, Sielaff nennt für seine Instant-Varianten Mixer mit bis zu 17.000 Umdrehungen pro Minute. Instant ist robuster, schneller zu reinigen und günstiger im Einkauf, Bohne schmeckt meist besser und wird von Kunden eher angenommen, wenn der Preis pro Becher höher liegt.

Milch

Die meisten Verkaufsautomaten arbeiten mit Milchpulver oder Topping. Frischmilch braucht Kühlung und tägliche Reinigung und ist eher bei Kaffeevollautomaten üblich.

Becher

Becherspender fassen je nach Modell 300 bis 780 Becher. Viele Automaten erkennen eine eingestellte eigene Tasse und geben dann keinen Becher aus. Das spart Material und Müll und lässt sich über einen kleinen Preisnachlass fördern.

Bezahlfunktion und Abrechnung

Coffee Vending Machines arbeiten mit Münzprüfer, Kartenleser oder geschlossenen Systemen mit Mitarbeiterausweis. Ältere Kaffeeautomaten nutzen oft das Executive-Protokoll, neuere die MDB-Schnittstelle, über die sich Kartenleser anbinden lassen. Dallmayr bietet etwa mit Dallmayr Pay ein bargeldloses System über den Mitarbeiterausweis an.

Laut Deutscher Bundesbank wurden 2023 nur noch 51 Prozent der Einkäufe bar bezahlt. Ein Kaffeeautomat ohne Kartenleser verliert daher Kunden, gerade bei kleinen Beträgen, für die viele kein Kleingeld mehr dabeihaben. Details zu Technik und Gebühren erklärt der Ratgeber Kartenzahlung am Verkaufsautomaten. Alternativ lässt sich der Automat auf Freiverkauf stellen, wenn der Betrieb den Kaffee spendiert.

Kosten für Ihren Kaffeeautomaten ermitteln

Mit dem Preisrechner sehen Sie in wenigen Schritten, welche Kosten für Kauf, Leasing oder Betreibermodell an Ihrem Standort realistisch sind.

Outdoor-Kaffee aus dem Verkaufsautomaten

An Tankstellen, Waschanlagen, Bahnhöfen oder Campingplätzen steht der Automat im Freien. Dafür gibt es eigene Bauformen. Die Sielaff SiVend HG Outdoor arbeitet laut Hersteller bei Umgebungstemperaturen von etwa minus 15 bis plus 32 Grad Celsius, eine Heizung mit 250 Watt hält den Innenraum frostfrei. Ein Einbruchschutzrahmen, verstärkter Sperrklappenschutz und ein Shutter an der Ausgabe schützen vor Vandalismus, mit Rahmen und Regendach wiegt das Gerät rund 240 Kilogramm.

Auch FAS nennt für das Modell Victoria eine einbruchhemmende Stange als Standard. Für Außenstandorte gelten zudem Fragen zu Wasser, Strom, Witterungsschutz und Genehmigung. Hinweise zur Aufstellung finden Sie im Ratgeber Verkaufsautomat aufstellen und für typische Standorte auf der Seite Warenautomaten an der Tankstelle.

Coffee Vending Machines im Vergleich der Bauformen

Die Übersicht fasst die drei Bauformen anhand veröffentlichter Herstellerangaben zusammen.

MerkmalTischgerätStandgerätOutdoor-Gerät
BeispielEvoca Brio UpSielaff SiVend HGSielaff SiVend HG Outdoor
Abmessungen760 x 540 x 605 mm1.830 x 700 x 770 mm1.856 x 763 x 846 mm mit Dach
Becher300je nach Magazin, bis rund 780 bei FASbis 500
ZubereitungBohne und InstantBohne oder InstantInstant oder Bohne je Variante
Leistung1.300 Watt3 oder 2,2 Kilowattplus 250 Watt Heizung
Typischer OrtPraxis, kleines BüroPausenraum, FlurTankstelle, Waschanlage

Preise veröffentlichen die meisten Hersteller nicht. Für gewerbliche Warenautomaten allgemein liegt der Marktkorridor bei etwa 5.990 bis 11.954 Euro netto im Kauf oder etwa 245 bis 249 Euro im Monat bei Leasing, Außenaufstellung hebt die Untergrenze.

Kauf, Miete oder Betreibermodell

Beim Kauf gehören Gerät und Erlöse Ihnen, Sie kümmern sich aber selbst um Kaffee, Becher, Reinigung, Entkalkung und Kasse. Bei Miete oder Leasing verteilen Sie die Kosten auf feste Raten. Im Betreibermodell stellt ein Aufsteller den Automaten, befüllt und reinigt ihn und finanziert sich über die Verkäufe, der Standortgeber zahlt für das Gerät oft nichts.

Dallmayr nennt etwa vier Modelle von Volloperating über City Vending bis Miete und Kauf, Selecta bietet Kauf, Leasing und Miete mit wahlweiser Befüllung. Steuerlich führt die AfA-Tabelle des Bundesfinanzministeriums Getränkeautomaten mit 7 Jahren und Warenautomaten mit 5 Jahren Nutzungsdauer, die Zuordnung Ihres Geräts klären Sie bitte mit Ihrer Steuerberatung.

Für welche Betriebe sich ein Kaffee-Verkaufsautomat eignet

Produktion und Logistik. Standgerät mit Bohne oder Instant und Kartenleser für Schichtbetrieb rund um die Uhr, oft im Betreibermodell.

Klinik, Pflegeheim und Hochschule. Standgeräte in Fluren und Wartebereichen für Besucher, Studierende und Personal, ergänzt um Snackautomaten.

Autohaus und Werkstatt. Ein Tischgerät im Kundenbereich, auf Freiverkauf gestellt oder mit Kartenzahlung.

Tankstelle, Waschanlage, Campingplatz. Outdoor-Gerät mit Frostschutz und Einbruchschutz.

Hersteller und Programme im Überblick finden Sie im Ratgeber Verkaufsautomat Hersteller. Wer eine Coffee Vending Machine plant, sollte vorab die Zahl der Nutzer pro Tag schätzen, denn danach richten sich Bauform, Vorrat und Beschaffungsweg.

Praxistipp

Prüfen Sie vor der Aufstellung Wasser- und Stromanschluss am Standort.

Häufige Fragen

Ein Kaffee-Getränkeautomat verkauft jedes Getränk einzeln gegen Bezahlung und gibt es meist im Becher aus. Ein Kaffeevollautomat steht in der Teeküche, wird pauschal vom Betrieb bezahlt und füllt Tassen. Technisch brühen beide Kaffee aus Bohne oder Pulver.

Für kleine Teams eignen sich Tischgeräte wie der Evoca Brio Up mit 300 Bechern. Wenn der Betrieb den Kaffee ohnehin bezahlt, ist ein Kaffeevollautomat meist günstiger. Sobald Gäste oder Kunden bedient werden, spricht die Bezahlfunktion für einen Verkaufsautomaten.

Die meisten Hersteller nennen Preise nur auf Anfrage. Für gewerbliche Warenautomaten allgemein liegt der Marktkorridor bei etwa 5.990 bis 11.954 Euro netto im Kauf oder etwa 245 bis 249 Euro im Monat bei Leasing. Im Betreibermodell zahlt der Standortgeber oft nichts für das Gerät.

Ja, Hersteller wie Sielaff bieten Outdoor-Varianten an. Die SiVend HG Outdoor arbeitet laut Hersteller bei etwa minus 15 bis plus 32 Grad Celsius und hat eine Frostschutzheizung sowie Einbruchschutz.

Je nach Modell zwischen etwa 300 Bechern bei Tischgeräten und bis zu 780 Bechern bei großen Standgeräten. Viele Geräte erkennen zusätzlich eine eigene Tasse und sparen so Becher.

Viele Standgeräte werden an die Wasserleitung angeschlossen, Tischgeräte gibt es oft auch mit Tank. Ein Festwasseranschluss spart Arbeit, ein Tank erlaubt mehr Freiheit bei der Aufstellung.

Üblich sind Münzen, Kartenleser für kontaktlose Karten und Smartphones sowie Mitarbeiterausweise in geschlossenen Systemen. Die Anbindung läuft meist über MDB oder Executive.

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