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Reihe von Verkaufsautomaten in einer Lagerhalle

Vendingmarkt-Studie 2026: Die neuen Zahlen kommen im November

Der Bundesverband der Deutschen Vending-Automatenwirtschaft erhebt derzeit die Daten für die Vendingmarkt-Studie 2026. Die finalen Zahlen sollen im November zur Jahreshauptversammlung vorliegen, bis dahin stammen die veröffentlichten Werte teilweise noch aus der Erhebung 2024. Ein Blick auf den bisherigen Stand lohnt trotzdem, weil sich daraus schon jetzt ablesen lässt, wohin der Markt sich bewegt.

Wo der Markt aktuell steht

Nach dem derzeit veröffentlichten Stand liegt der Branchenumsatz bei rund 4,85 Milliarden Euro, verteilt auf etwa 623.700 Automaten. Pro Jahr werden mehr als 4,39 Milliarden Produkte verkauft, im Schnitt also rund 12 Millionen Verkäufe an jedem Tag.

Aufschlussreich wird es, wenn man Stückzahl und Umsatz gegenüberstellt. Heißgetränke machen 75 % der Verkäufe aus, aber nur 47 % des Umsatzes. Kaltgetränke kommen auf 16 % der Verkäufe und 33 % des Umsatzes, Snacks und Food auf 9 % der Verkäufe und 20 % des Umsatzes. Anders gesagt: Kaffee wird am häufigsten gezogen, verdient wird anteilig aber deutlich mehr an allem anderen. Wer über sein Sortiment nachdenkt, sollte eher auf die zweite Zahl schauen als auf die erste.

Kombigeräte und Wasserspender legen zu

Von den 623.700 Geräten sind rund 295.000 Table-Top-Geräte. Auffällig ist die Entwicklung bei Kombiautomaten mit Kühlfunktion: Ihr Bestand ist seit 2019 um 30 % gestiegen. Offenbar setzen immer mehr Betriebe auf ein Gerät, das Snacks und Getränke gemeinsam abdeckt, statt auf zwei getrennte Automaten mit doppeltem Wartungsaufwand.

Ein zweites Wachstumsfeld sind leitungsgebundene Wasserspender. Zwischen 320.000 und 350.000 Geräte sind in Deutschland installiert, rund ein Drittel davon wird von Vending-Operatoren betrieben. Für Aufsteller ist das eine naheliegende Erweiterung des bestehenden Geschäfts.

Deutschland liegt im europäischen Mittelfeld

Bei der Automatendichte kommen hierzulande 135 Personen auf ein Gerät. Der europäische Durchschnitt liegt bei 170 Personen, die Niederlande führen mit einem Automaten je 50 Personen. Der Verband liest daraus Ausbaupotenzial. Man kann es auch anders deuten: Die niederländische Dichte hängt an einer anderen Standort- und Einzelhandelsstruktur und lässt sich nicht eins zu eins auf Deutschland übertragen.

Die Studie selbst ist für BDV-Mitglieder kostenfrei, Nicht-Mitglieder zahlen 990,00 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Vorbestellungen sind bereits möglich, ausgeliefert wird im November.

Quelle: Bundesverband der Deutschen Vending-Automatenwirtschaft e. V., Seite „Vendingmarkt-Studie“, Stand September 2026. Teile der Zahlen sind vom Verband als Werte der Studie 2024 gekennzeichnet.

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